Abgefahrene Aktionskunst im Tim-leo-Treff

7. Dezember 2017

Das Evang. Stadtteilhaus leo bietet gemeinsam mit Tim e.V. den Tim-leo-Treff an, der monatlich immer samstags stattfindet. Teilnehmer*innen dieses Treffs, den Jugendliche mit und ohne Handicap besuchen, haben im Rahmen der Veranstaltung „MISCHEN!“ bzw. Grenzenlos!  vom Bezirksjugendring Mittelfranken bei dem Projekt „Abgefahrene Aktionskunst“ mitgemacht. Das Ergebnis haben sie dann bei der Abschlussveranstaltung der Kinder- und Jugendkulturtage des Bezirks Mittelfranken im Oktober 2017 vorgestellt.

Bereits im Juni hat der „abgefahrene“ Workshop unter Anleitung der Künstlerin Radka Tuhackova-Vogel an zwei Samstagen im Nachbarschaftshaus Gostenhof  bzw. im Pausenhof der Preißlerschule stattgefunden. Doch was hat es denn nun mit dieser „abgefahrenen Aktionskunst“ auf sich?

Zunächst wurde nach einer kurzen Begrüßungsrunde die Methode Monotypie den Jugendlichen gezeigt und zum Ausprobieren animiert. Monotypie ist ein Druckverfahren, bei dem nicht direkt auf Papier oder Leinwand gemalt wird, sondern auf den Untergrund, z.B. eine Linoleum-Platte. Wenn die Farbe noch nass ist, wird dann das Papier oder die Leinwand etc. daraufgelegt und es bildet sich ein Abdruck.

Nachdem diese Vorübung von den Teilnehmer*innen mit Bravour gemeistert wurde, ging es dann in den Pausenhof der nahe liegenden Schule. Das Auslegen und Befestigen der Planen war wegen starkem Wind schon einmal die erste größere Herausforderung. Doch auch dieses Problem konnte bewältigt werden, da alle mit anpackten.

Endlich kam dann Farbe ins Spiel! Auf der 10 m langen und 2 m breiten Fläche wurden nun nach Lust und Laune der Teilnehmer*innen etliche Flaschen Acrylfarben verteilt, dass es nur so spritzte!

Die Farbschicht wurde danach mit einer großflächigen Leinwand abgedeckt und dann wurde es abgefahren! Jetzt konnte darüber gerollt bzw. gefahren werden. Egal ob mit Skateboard, Fahrrad oder Rollstuhl: durch das Darüber-Rollen entstanden farbenfrohe Abdrücke der Fahrbewegungen auf der Leinwand. Hier wurde sich gegenseitig zugejubelt und beklatscht, wenn man es heil über die Leinwand „geschafft“ hatte. Die unterschiedlichen Handicaps traten in den Hintergrund, der Spaß und das gemeinsame Schaffen des Kunstwerks war bei den Teilnehmer*innen vordergründig.

Nach einer einwöchigen Trockenpause konnten die Jugendlichen dann die Ausschnitte auswählen, die ihnen besonders gut gefielen, diese ausschneiden und auf die selbstgebauten Keilrahmen spannen. Fertig waren die einmaligen Kunstwerke! Allen Teilnehmer*innen hat es viel Spaß gemacht und voller Stolz wurden die Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung präsentiert.


Herzlichen Dank für die Einnahmen aus der Kirchweih-Losbude

8. November 2017

Liebe Kirchengemeinde St. Leonhard-Schweinau, liebe Unterstützer*innen der Losbude,

seit vielen Jahren denken Sie an unsere Einrichtung, das evangelische Stadtteilhaus LEO in der Kreutzerstrasse und lassen uns Einnahmen aus dem Erlös der Losbude zukommen. Dieses Jahr stellten Sie sich durch das „700 Jahre St. Leonhard –Jubiläum“ nochmal einer besonderen Herausforderung: 5555 Lose, 5555 Gewinne! Allein die vielen Preise aufzutreiben, zu sortieren, zu kennzeichnen und aufzubewahren bzw. für die Vergabe zu präparieren war bestimmt ein enormer Aufwand, der aber mit Bravour gemeistert wurde. Man konnte das Engagement, das Herzblut und die Freude über das Erreichte spüren und wurde direkt angesteckt.

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r. Pfarrer Gunnar Sinn, Susanne Weber, Christine Dotzauer (LEO), Gerhard Tilch und Margit Tilch

Unser Dank gilt vor allem den vielen Helfer*innen und Unterstützer*innen im Vorder- und Hintergrund, den Pfarrern und natürlich den zahlreichen Besucher*innen, die tatkräftig Lose gekauft haben und somit in Rekordzeit dafür gesorgt haben, dass am Sonntag bereits alle Lose ausverkauft waren. Von dem Erlös, der dem leo zukommt, profitieren alle Bereiche des Stadtteilhauses, im Besonderen die Begegnungsangebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung.

Christine Dotzauer


Tim e.V. & leo bei…

Im Auftrag des Bezirks Mittelfranken führt die Fachberatung für Kinder- und Jugendkultur beim Bezirksjugendring Mittelfranken mischen!, die Kinder- und Jugendkulturtage des Bezirks Mittelfranken durch.

In diesem Jahr steht mischen! unter dem Motto 360°. Damit ist eine „Rund-um-uns-herum-Wahrnehmung“ gemeint. Auf 360° begegnen wir Menschen mit denen wir Gemeinsames erleben, erfahren und teilen. Denn das was und wer uns umgibt, wirkt auf uns ein! Trotzdem besitzt jeder eine eigene Perspektive – seine eigenen 360° – diese verschiedenen Perspektiven wollen wir kennenlernen, um unsere eigene zu erweitern.

Ein Modul von mischen! sind die künstlerischen Workshops, die im gesamten Bezirk Mittelfranken stattfinden. Die Jugendgruppe von TIM e.V. und leo ist in diesem Jahr dabei!
Gemeinsam mit der Künstlerin Radka Tuhackova-Vogel findet am 17.06.2017 und am 24.06.2017 ein Workshop mit dem Titel Abgefahrene Aktionskunst statt.

Druck mit unüblichen Hilfsmitteln – wie Rollstuhl, Rollator, Skates, Skateboards oder Rollern – und willkommenen Nebeneffekten der Zufälligkeit. Der Workshop richtet sich an junge Menschen von 10 – 20 Jahren mit und ohne Beeinträchtigung.

Der Workshop wird durch das Projekt „Grenzenlos! Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit in Mittelfranken“ organisiert. Grenzenlos! will die Begegnung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ermöglichen.

Die Ergebnisse aller Workshops werden bei der Abschlussveranstaltung ABmischen! am 12. und 13.10.2017 im Künstlerhaus im KunstKulturQuartier in Nürnberg vorgestellt.

Falls ihr Interesse habt, wendet euch bitte an Christine oder Lorenz, Tel. 0911/ 61 92 06